Herber Schlag für Bayreuth und die gesamte Region!

Herber Schlag für Bayreuth und die gesamte Region!

Was bereits spekuliert und vermutet wurde, ist nun leider Gewissheit. British American Tobacco verkleinert seinen Standort Bayreuth um rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Auskunft der BAT sollen die Forschungs- und Entwicklungsabteilung, das Kompetenzzentrum und die Produktion von Stopftabaken in Bayreuth erhalten bleiben.

Zur Entscheidung der BAT-Unternehmensführung erklärt der Stellv. CSU-Kreisvorsitzende und CSU-Ortsvorsitzende im Bayreuther Norden, Patrick Lindthaler: „Die Entscheidung der Unternehmensführung der BAT ist ein herber Schlag für die Stadt Bayreuth aber auch die ganze Region. Darüber kann auch der Erhalt von knapp 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht hinwegtrösten.

Zunächst gilt mein Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BAT, die über Jahre hinweg alles versucht haben, den Standort Bayreuth zu erhalten und dadurch auch viele persönliche Anstrengungen und Entbehrungen hierfür aufgebracht haben. Diese Verbundenheit mit ihrem Unternehmen – der BAT – muss nun auch bei den Folgeverhandlungen deutlich ins Gewicht fallen. Vor allem ist nun die BAT gefordert, den vom Verlust des Arbeitsplatzes betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter die Arme zu greifen und sie bei einer Neuorientierung auf dem Arbeitsmarkt und beim Übergang in eine neue Anstellung zu unterstützen.

Der Verlust so vieler Arbeitsplätze lässt sich leider jedoch auf die Schnelle nicht auffangen. Es bedarf jetzt eines Strukturpakets der Staatsregierung für Bayreuth, das die Wirtschaftskraft der Stadt nachhaltig sichert und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beiträgt. Bayreuth muss hier genauso von der Staatsregierung behandelt werden, wie Bad Neustadt, Kronach und Fürth, die ebenfalls durch Wegzug oder Schließung großer Unternehmen betroffen waren. Was dort möglich war, muss jetzt auch für Bayreuth möglich sein!

Doch auch regionale Institutionen sind gefordert und haben bereits in der Vergangenheit oft bewiesen, dass sie gemeinsam für unsere Region nachhaltige Konzepte entwickeln. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass IHK, HWK und Universität Bayreuth bereits ausgearbeitete Ideen und Maßnahmen mit Hilfe der bayerischen Staatsregierung in die Tat umsetzen, damit im Schulterschluss aller Verantwortlichen in der Region verhindert werden kann, dass in Bayreuth die Lichter ganz ausgehen.

Die Maßnahmen der BAT sind jedoch nicht zuletzt auch auf die Regulierungen der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland zurückzuführen. Leider wurden in den vergangenen Jahren die Einschränkungen und Maßregelungen für Tabakunternehmen immer intensiver. Besonders kritisch sehe ich jedoch, dass viele Bundesregierungen – egal welcher Couleur – nicht nur die EU-Vorschriften umgesetzt haben, sondern diese noch verschärft haben. Daher tragen die Verantwortlichen von damals und heute auch eine Mitschuld an den Entscheidungen der BAT für Bayreuth.“

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